ZukunftsDay am ASG – Lernen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft zu gestalten

Wie können Schülerinnen und Schüler lernen, eigene Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an Lösungen für Herausforderungen ihrer Lebenswelt zu arbeiten? Genau hier setzt der ZukunftsDay an.
Der ZukunftsDay ist ein Pilotprojekt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Initiative „Schule im Aufbruch“. Die teilnehmenden Pilotschulen schaffen feste Freiräume im Stundenplan, in denen Schülerinnen und Schüler jenseits des klassischen Fachunterrichts an eigenen Projekten arbeiten können. Inhaltlich orientieren sich die Projekte an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen. Das Konzept ist vom FREI DAY inspiriert.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Vermittlung von möglichst viel Wissen, sondern die Erfahrung: Ich kann selbst etwas bewegen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Themen, die für sie relevant sind, entwickeln eigene Ideen und setzen diese gemeinsam mit anderen um. Dabei werden Kreativität, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Selbstwirksamkeit gefördert.
Wie wird der ZukunftsDay am ASG umgesetzt?
Am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium findet der ZukunftsDay in den Klassenstufen 5 und 6 statt.
Den gemeinsamen Auftakt bildet in Klasse 5 ein Besuch der Klima Arena in Sinsheim. Als Kooperationsschule der Klima Arena können wir dabei auf ein vielfältiges Bildungsangebot zurückgreifen. Im Rahmen eines Workshops setzen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst gemeinsam mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und erhalten wichtige Impulse für die anschließende Projektarbeit. Der Besuch schafft damit eine gemeinsame inhaltliche Grundlage und macht die Themen nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz unmittelbar erfahrbar.
Im zweiten Halbjahr stehen anschließend jede Woche drei Schulstunden am Stück zur Verfügung. In dieser Zeit entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Projektideen, bilden selbstständig Teams und arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung ihrer Vorhaben. Zum Abschluss des Schuljahres werden die Ergebnisse im Rahmen eines ZukunftsDay-Festes präsentiert.
Nach den Sommerferien geht es in Klasse 6 nahtlos weiter. Auch hier sind im ersten Halbjahr wieder drei Schulstunden am Stück im Stundenplan verankert. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Projekte aus Klasse 5 weiterführen, wenn dies sinnvoll ist, oder neue Ideen entwickeln und umsetzen.
Damit erhalten die Kinder über einen längeren Zeitraum die Möglichkeit, ein eigenes Vorhaben von der ersten Idee bis zur konkreten Umsetzung zu verfolgen – und dabei auch zu erleben, dass nicht immer alles auf Anhieb funktioniert und Projekte manchmal verändert, angepasst oder neu gedacht werden müssen.
Projektarbeit will gelernt sein
Eigenständig an einem Projekt zu arbeiten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Deshalb werden die Schülerinnen und Schüler im ZukunftsDay gezielt auf diese Arbeitsweise vorbereitet und begleitet.
In Mini-Workshops und Aktionstagen lernen sie unter anderem Methoden kennen, die ihnen bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte helfen. Dazu gehört beispielsweise Edu-Scrum, eine Projektmethode, mit der die Schülerinnen und Schüler lernen, Aufgaben sinnvoll zu planen, Arbeitsschritte zu strukturieren und gemeinsam Verantwortung für den Projektfortschritt zu übernehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Teamarbeit. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass ein gutes Team nicht daraus besteht, dass alle dasselbe können. Im Gegenteil: Für erfolgreiche Projekte werden unterschiedliche Fähigkeiten, Ideen und Perspektiven benötigt. Die Kinder lernen, ihre eigenen Stärken einzubringen, die Stärken anderer wahrzunehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Auch Design Thinking wird als kreative Methode vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, komplexe Problemstellungen systematisch zu betrachten, die Bedürfnisse anderer in den Blick zu nehmen, Ideen zu entwickeln und mögliche Lösungen anschließend praktisch zu erproben.
Ein Waldtag erweitert den Blick auf die eigene Lebensumwelt. Die Kinder beschäftigen sich mit den vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen und erfahren, wie eng diese miteinander verbunden sind. Dabei wird auch deutlich, welche Auswirkungen unser eigenes Handeln auf dieses Netzwerk haben kann und wie wir dazu beitragen können, unsere Umwelt zu schützen.
Eigenverantwortlich arbeiten – gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre Teams und Projektthemen selbstständig. Anschließend arbeiten sie jede Woche an ihrem gemeinsamen Vorhaben.
Jede Arbeitsphase beginnt mit einem kurzen Check-in: Was möchten wir heute erreichen? Welche Aufgaben stehen an? Wer übernimmt welchen Teil? Anschließend arbeiten die Teams selbstständig an ihren Projekten.
Am Ende der Arbeitsphase folgt ein Check-out. Die Schülerinnen und Schüler schauen gemeinsam zurück: Was haben wir heute geschafft? Welche Ziele haben wir erreicht? Wo sind wir vielleicht noch nicht weitergekommen? Und was muss bis zur nächsten ZukunftsDay-Stunde vorbereitet oder erledigt werden?
Auf diese Weise lernen die Kinder Schritt für Schritt, ihre Arbeit selbst zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.
ZukunftsDay – ein weiterer Baustein zeitgemäßer Bildung
Der ZukunftsDay ergänzt damit den regulären Fachunterricht um einen besonderen Lernraum: einen Raum, in dem Schülerinnen und Schüler eigene Fragen verfolgen, Verantwortung übernehmen und erfahren können, dass ihre Ideen Wirkung haben.
Für uns am ASG ist der ZukunftsDay deshalb mehr als ein zusätzliches Projektangebot. Er ist ein wichtiger Baustein unserer Schulentwicklung und unseres Verständnisses von Bildung. Kinder sollen nicht nur auf eine sich verändernde Zukunft vorbereitet werden – sie sollen erfahren, dass sie diese Zukunft selbst mitgestalten können.
Weitere Einblicke und Informationen zum ZukunftsDay am ASG erhalten Sie in unserem Video: