Auf Spurensuche im Wald: Neue Kooperation mit der Jagdvereinigung Heidelberg
Was raschelt da im Laub, wer hat diese Fährte hinterlassen, und was passiert eigentlich, wenn es plötzlich keine Insekten mehr gäbe? Mit solchen Fragen waren unsere 5. Klassen kürzlich im Rahmen des ZukunftsDay unterwegs – und zwar mitten im Wald.
Der ZukunftsDay ist ein Pilotprojekt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der Initiative „Schule im Aufbruch". Die Pilotschulen schaffen feste Freiräume im Stundenplan, in denen Schülerinnen und Schüler jenseits des normalen Unterrichts an eigenen Projekten arbeiten können – orientiert an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und inspiriert vom Konzept des FREIDay. Es geht darum, Kreativität, Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl zu stärken, indem Kinder sich mit Themen beschäftigen, die wirklich mit ihrer Lebenswelt zu tun haben.
Für das ASG bedeutet das jetzt auch: ein neuer Partner ist mit an Bord. Gemeinsam mit der Jagdvereinigung Heidelberg gab es für zwei 5. Klassen noch vor den Sommerferien erstmals einen Waldtag, den Christina Link, Obfrau für den Lernort Wald, mit viel Erfahrung und noch mehr Begeisterung gestaltet hat. Die beiden anderen 5. Klassen folgen dann als 6. Klassen im Herbst.
Zu Fuß ging es von der Schule direkt in den nahe gelegenen Wald. Dort wartete der Erkundungsauftrag „Wer lebt hier?" – und die Kinder waren sofort mit vollem Eifer dabei. Ausgerüstet mit Lupengläsern krochen sie durchs Unterholz, drehten Steine und morsches Holz um und entdeckten dabei Insekten, Pilze und jede Menge Spuren von Tieren. An einem Plakat mit Fährten wurde erst mal gerätselt und diskutiert, welches Tier wohl welchen Abdruck hinterlassen hat – da war ordentlich Detektivarbeit gefragt.
Zwischendurch ging es in kleinen Spielen auch ganz praktisch darum, wie eng Mensch, Tier, Pflanze, Wald und Landwirtschaft miteinander verbunden sind. Die Kinder haben dabei selbst überlegt, was mit diesem empfindlichen Netzwerk passieren würde, wenn zum Beispiel Insekten oder Pilze auf einmal fehlen würden – und gemerkt, wie schnell das ganze System ins Wanken geraten kann.
Am Ende waren sich alle einig: Ein rundum gelungener Tag, an dem draußen mit allen Sinnen gelernt wurde. Auch Christina Link freut sich auf die neue Zusammenarbeit: „Im Laufe des Jahres gehen alle Schülerinnen und Schüler entweder in Klasse 5 oder in Klasse 6 im Rahmen des ZukunftsDay-Tags in den Wald, um dort waldpädagogisch und spielerisch über den Lebensraum Wald informiert zu werden. Es werden Pflanzen und Tiere angeschaut, Spuren gelesen und die Zusammenhänge allen Lebens im Wald als Netzwerk betrachtet. Ich freue mich sehr auf diese Kooperation und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen."
Der Waldtag war ein toller Auftakt – und wird ab sofort fester Bestandteil des ZukunftsDay für unsere 5. Klassen.
