Sommerkonzert 2025 - ein abwechslungsreicher, schwungvoller und zauberhafter Abend

Der Unterstufenchor (Klassen 5 und 6) unter Leitung von Timo Reikowski präsentierte zwei Songs in ganz unterschiedlicher Stilistik. Mit „194 Länder“ erklang ein aktueller Popsong, der schwungvoll groovy daherkam. Einige Schülerinnen und Schüler bekamen hier die Chance, sich in kleinen Gruppen solistisch zu präsentieren und nutzten diese Gelegenheit mit Bravour. Im zweiten Song – „When you believe” aus dem Disneyfilm „Prince of Egypt“ – wechselten sich getragene Passagen und hoffnungsvoll-freudige Abschnitte ab. Dabei gestaltete der Chor lange Melodielinien und rhythmusbetonten Gesang differenziert und zeigte auch beim zweistimmigen Gesang sein Können.
Der abwechslungsreiche Auftritt des Chors der Klassen 7/8 eröffnete mit dem humorvoll-anspruchsvollen Kanon „Fünfstimmiger Kanon für drei multiple Persönlichkeiten“ von den Wise Guys – ein fünfstimmiges Stück, das nicht nur musikalisch, sondern auch schauspielerisch die Kreativität des Chors unter Beweis stellte. Anschließend verzauberte das traditionelle schwedische Volkslied „Vem kan segla“ mit seiner melancholischen Stimmung und klangvollen Mehrstimmigkeit das Publikum. Unterstützt mit einer stimmungsvollen Violine und passender Beleuchtung, so wie einer Videoanimation. Mit „Mamma Mia“ von ABBA holte der Chor dann den ersten großen Popmoment des Abends auf die Bühne – ein mitreißender Ohrwurm, der vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Emotional wurde es danach mit „A Million Dreams“ aus dem Musical The Greatest Showman, das mit viel Gefühl und Ausdruckskraft interpretiert wurde. Ein nahtloser Übergang führte zum krönenden Abschluss „Viva La Vida“ von Coldplay – kraftvoll, dynamisch und voller Energie. Der Chor 7/8 unter Leitung von Felix Weber zeigte eine beeindruckende musikalische Bandbreite und große Bühnenpräsenz – ein gelungener Auftritt. Hervorheben darf man die Homogenität, insbesondere in den einstimmigen Anschnitten – die knapp 30 Sängerinnen und Sänger verschmolzen hier zu einer musizierenden Einheit.
Das Orchester des ASG unter Leitung von Timo Reikowski ließ sich diesmal mit dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Antonín Dvorák und zwei Werken der Filmmusik hören. Bei dem bekannten Werk Dvoráks zeigte das Ensemble seinen souveränen Umgang mit rhythmischen Strukturen beim ständigen Wechsel zwischen Hemiolen und schwingenden Dreiertakt. Deutlich differenziert wurden kraftvolle Passagen im vollen Klang des ganzen Orchesters und leise Abschnitte, in denen auch Instrumente solistisch zu hören waren, gegenübergestellt. Als zweites Stück erklang ein Medley aus der Filmmusik zu „Pirates of the Caribbean“ (Fluch der Karibik). Hier wirkten das majestätische Thema der „Black Pearl“ und der das ganze Stück prägende, energische Rhythmus besonders mitreißend. Dabei spielte das Schlagwerk eine tragende Rolle. Als letztes Werk präsentierte das Orchester ein Medley aus der Filmmusik zu „Harry Potter“. Das Thema der Eule Hedwig war dabei genauso zu hören, wie der fliegende Besen „Nimbus 2000“, das Flügelschlagen von „Fawkes, dem Phönix“, aber auch die bedrohlichen Klänge des Zaubereiministeriums. Das Orchester begeisterte mit einem großen Reichtum an Klängen, an außergewöhnlichen Klangfarben wurde dabei nicht gespart So waren neben dunklen Streicherklängen verschiedene Blasinstrumente zu hören, aber auch Pauken, Glockenspiel und Harfe kamen zum Einsatz und trugen dazu bei, dass das Publikum wahrhaft verzaubert wurde.
Den Abschluss des diesjährigen Sommerkonzerts gestaltete der Chor 9 - K2 – bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis Kursstufe 2. In einer besonderen Mischung aus Volkslied, Romantik, Filmmusik und Pop zeigten die Jugendlichen eindrucksvoll die stilistische Bandbreite moderner Chormusik. Der Auftakt führte mit dem schwedischen Sommerlied „I denna ljuva sommartid“ in den Klang eines nordischen Mittsommerabends. Es folgte das englische Volkslied „Scarborough Fair“, in dem sich die altenglische Balladentradition mit geheimnisvoller Poesie verband. Ein selten gehörtes Chorlied von Felix Mendelssohn Bartholdy, „O wunderbares, tiefes Schweigen“, gab dem Auftritt eine romantisch-nachdenkliche Mitte. Mit „May it be“ aus Der Herr der Ringe und Adeles „Rolling in the Deep“ fand das Programm schließlich einen spannungsvollen Bogen in die Gegenwart: still, sphärisch – und schließlich kraftvoll, rhythmisch und selbstbewusst. Die abwechslungsreiche Auswahl, die intensiven Proben und der spürbare Zusammenhalt im Chor sorgten für einen Auftritt, der beim Publikum großen Anklang fand – und den Abend mit leiser Poesie und lauter Energie zugleich beendete.