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Schüler lösten auch einen Mordfall

Zukunftstag am ASG informierte über Möglichkeiten nach dem Abitur – Ausbildung, Studium und FSJ

„Es gibt unzählige Möglichkeiten, seine berufliche Zukunft zu gestalten. Aber es kommt auf jeden selbst an, etwas daraus zu machen.“ Dieses Fazit zog sich wie ein roter Faden durch den Zukunftstag am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium (ASG). Die Veranstaltung, die sich an die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 richtete, bot erneut ein breit gefächertes Programm rund um Studien-, Ausbildungs- und Berufsorientierung.

Den Auftakt bildeten Vorträge von Studien- und Ausbildungsbotschaftern, die nicht nur über Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten informierten, sondern vor allem eines taten: aus ihrem eigenen Leben erzählen. Und genau das kam bei den Jugendlichen besonders gut an. „Es ist etwas anderes, wenn jemand berichtet, der selbst erst kürzlich vor der Entscheidung stand, was nach dem Abitur kommt“, meinte ein Schüler.

Ob Umwege im Lebenslauf, verpasste Fristen oder bewusste Kurswechsel – die Botschafter verdeutlichten, dass ein geradliniger Weg kein Muss ist. Daniela Emrich, die die Veranstaltung federführend organisiert hatte, unterstrich: „Es geht nicht darum, den einen richtigen Weg aufzuzeigen, sondern darum, Möglichkeiten aufzuzeigen und Jugendliche zur Selbstreflexion anzuregen.“ Bereits im Vorfeld hatten die Schüler Informationsbroschüren erhalten und konnten digitale Werkzeuge wie Online-Tests oder virtuelle Messen nutzen. Vertreter von Unternehmen wie Lidl, SAP und der Volksbank Neckartal sowie von der Handwerkskammer Mannheim/Rhein-Neckar-Odenwald und der DHBW Mosbach informierten über die Vielfalt der Ausbildungssysteme und Studiengänge.

Die Firma Behringer aus Kirchardt, das örtliche Sägewerk Mayer, das sogar eine Betriebsbesichtigung mit interessierten Schülern organisierte, und Peter Metallbau aus Epfenbach mit dem ehemaligen Schüler Thomas Peter als Referent stellten weitere berufliche Perspektiven vor. Überbrückungsmöglichkeiten im Ausland oder ein Freiwilliges Soziales Jahr? Auch dazu gab es eine Fülle an Informationen, die vor allem durch die persönlichen Erfahrungen der Referenten immer authentisch erschienen. Dass sich darunter viele ehemalige ASG-Schüler befanden, sorgte zugleich für eine besondere Gemeinsamkeit zwischen Referenten und Zuhörenden.

Beliebt war auch das Informationsgespräch mit Dominik Hartmann und Julian Geörg. Die beiden Polizeibeamten stellten sich den vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler und präsentierten die verschiedenen Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten. „Ich war selbst hier am ASG Schüler“, erzählte Hartmann, der vor Kurzem sein Studium beendet hat und nun bei der Autobahnpolizei Walldorf tätig ist. Nach dem Abi wusste der Helmstadter nur, dass er gerne etwas mit Menschen machen möchte. Geörg ergänzte, dass einem nach der Ausbildung verschiedene Bereiche offenstehen, die nur zum Teil mit der klassischen Polizeiarbeit zu tun haben.

Ein Höhepunkt war das Programm „Coaching4Future“, das seit Jahren am ASG fest verankert ist. Außer einem interaktiven Vortrag, der in die Welt von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik entführte, gab es auch dort die Vorstellung von verschiedenen Berufen. Die Coaches informierten über die dazu passenden Studien- und Ausbildungswege und machten deutlich, wie dringend Nachwuchskräfte in den MINT-Disziplinen gebraucht werden.

In einem anschließenden Workshop mit dem Titel „Mit Forensik dem ,Verbrechen‘ auf der Spur“ konnten die Teilnehmenden mit Haaranalyse und Fingerabdruck-Vergleich einen fiktiven Mordfall aufklären und dabei gleichzeitig den naturwissenschaftlichen Hintergrund der angewandten Polizei-Methodik erfahren.

Der Zukunftstag machte deutlich, dass die berufliche Zukunft keine Einbahnstraße ist. Umwege seien erlaubt und oft bereichernd, erfuhren die Jugendlichen. Entscheidend sei, dass sich junge Menschen informieren und ausprobieren. Die Veranstaltung lieferte dafür nicht nur Inspiration, sondern auch Handlungshilfen.

(Mit freundlicher Genehmigung der RNZ, Bild und Text von Bertold Jürriens)