Erinnern heißt handeln
Unter dem Motto „Erinnern heißt handeln – Widerstand gegen das Unrecht“ gedachten Schülerinnen und Schüler der Realschule RS Waibstadt und des ASG am 10. November der Gräueltaten der Reichspogromnacht. Organisiert von den Lehrkräften Herrn Röhr und Frau Brünner gestalteten die Schülerinnen und Schüler musikalische Beiträge, lasen Gedichte vor und arbeiteten den historischen Kontext der Tage um den 9. November 1938 auf.

Der Schulleiter des ASG, Harald Frommknecht, sprach über die Bedeutung von Gedenken und Geschichtskultur, bevor der anwesende Landtagsabgeordnete Albrecht Schütte auf die Worte seines Vorredners einging und auf die in der Reichspogromnacht zerstörte Synagoge in Neidenstein verwies. Musikalisch wurde die Feier von Frau Bachmeier mit ihrem Harmonium sowie dem Saxophonquartett des ASG unter der Leitung von Frau Starck begleitet. Vor der würdigen Kulisse des Mausoleums wurde an die Leidtragenden des NS-Regimes erinnert: an Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma sowie weitere Minderheiten, die den Verfolgungen und Ausgrenzungen des NS-Regimes zum Opfer fielen.
Ein herzlicher Dank geht an alle, die zu diesem Gedenken beigetragen haben – ganz nach dem Motto: „Erinnern heißt handeln.“ Indem wir erinnern, leisten wir Widerstand gegen die Verfolgung und Ausgrenzung von Menschengruppen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihrer Herkunft.