EU-Mittel für Projekt zur Nachhaltigkeit für Neckarbischofsheimer Gymnasium

Zum dritten Mal seit 2018 hat das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium (ASG) ein Erasmus+ - Projekt genehmigt bekommen. Neben den Lehrerinnen Maria Pia Panunzio und Margitta Bönisch, die bereits Erfahrungen in den bisherigen europaweiten Projekten mit anderen Schulen sammeln durften, ist auch Lehrerin Vera Mayer mit an Bord, die vor allem für die Projektinhalte der Zehntklässler verantwortlich ist. „Es geht um das große Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel“ erzählen Panunzio und Mayer, die mit den Partnerschulen aus Spanien, Polen und Italien Schülerinnen und Schülern dieses wichtige Thema bewusster machen möchten. "Thinking globally, acting locally“, was so viel heißt wie „Global denken, lokal handeln“, so lautet der Projekttitel.
Gesprochen wird beim Erasmus+ -Projekt in erster Linie Englisch. An den verschiedenen Schulstandorten forschen die Schüler dann gemeinsam zu ihrem Thema, diskutieren darüber und machen sich gleichzeitig mit den Lebensumständen vor Ort vertraut. „Sie lernen dabei, dass sie aktiv und effizient zum Klimaschutz mit diesem Projekt beitragen können.“ Dabei rücken verschiedene Bereiche an den unterschiedlichen Schulen in den Fokus. So geht es auch aufgrund der besonderen „Forstschule“ in Polen dort um den Wald und seine Bedeutung für das Klima. Im italienischen Montesarchio stehen die Müllvermeidung- und Trennung sowie das Recyceln im Mittelpunkt. Die Schule in Barcelona widmet sich dem Thema umweltfreundliche Stadtentwicklung. „Bei uns am ASG geht es um Ernährung mit regionalen und saisonalen Produkte“, erklärt Mayer. Dazu werde man Landwirte oder Anbauflächen besuchen, aber auch die Klima Arena. Gefördert wird diese „Strategische Schulpartnerschaft“ von der Europäischen Union mit rund 36.000 Euro. Alle Ergebnisse des Projekts werden auf der Plattform „eTwining” dokumentiert, wo man gerade in Corona Zeiten einen regen Austausch mit den anderen Schülern erwartet. Zum bevorstehenden europaweiten „Erasmus Day” ist ein erstes virtuelles Treffen mit allen Partnerschulen geplant, bei dem man die Länder gegenseitig in einem Online-Quiz besser kennenlernen soll. „Das Thema Nachhaltigkeit betrifft natürlich die ganze Schule“, so ASG-Rektor Harald Frommknecht über das Projekt, von dem er hofft, dass es auch klassenübergreifend zu einem Thema wird. Noch ist nicht absehbar, wann die ersten Lehrerinnen und später dann die ersten Schüler das Land für ihr Projekt verlassen dürfen. Die Zeit der Pandemie will man dennoch möglichst gut zur Vorbereitung nutzen. Das Projektende ist für September 2022 geplant.
(Berthold Jürriens mit freundlicher Genehmigung der RNZ)