Seit dem Schulfest im Sommer 2015 ist das Adolf-Schmitthenner-Gymnasium Teil des bundesweiten Netzwerkes "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" und seit diesem Zeitpunkt existiert an unserer Schule die courAGe, die sich zum Ziel gesetzt hat, dieses Motto mit Leben zu füllen.

Normalerweise, also ohne Corona, trifft sich die Arbeitsgemeinschaft jeden Mittwoch in der Mittagspause und bespricht aktuelle Themen, laufende Projekte oder tauscht sich einfach aus über Dinge, die die Schülerinnen und Schüler bewegen und beschäftigen.

Um die 20 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 bis 12 treffen sich dann mit uns Lehrern (Franz Sefrin und Johannes Roß) um in einem angenehmen Rahmen zu arbeiten und zu planen.

Viele verschiedene Aktionen wurden in den letzten Jahren geplant und durchgeführt: unter anderem ein Toleranz-Flashmob, eine Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus mit einer Fortbildung als Ausstellungsführer, ein Filmabend in der Aula zum Tag der Menschenrechte, eine Ausstellung zum Thema Kinderarbeit mit einem Besuch im Deutschen Bundestag und einem Gespräch mit der Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses, diverse Pizzeria- und Kinobesuche im Rahmen der Sinsheimer Wochen der Toleranz, ein Zoobesuch in Schwarzach mit Flüchtlingen aus Neckarbischofsheim, diverse Spielenachmittage für Flüchtlingskinder oder Senioren, Besuche im Altenheim und bei der Tafel, eine Spendenaktion für die Tafel im Rahmen des TSG Spiels gegen Olympique Lyon und als ganz wichtiger Baustein unsere Patenschaft für Abibou, einen Jungen aus dem Benin. Im Rahmen dieser Patenschaft plant die courAGe auch regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen, um Abibou in der Schule präsent zu halten und über seine Lebenswelt zu informieren. So veranstalteten wir beispielsweise 2019 die (hoffentlich bald wieder jährlichen stattfindenden) Abiboustars, eine die ganze Schule umfassende Talentshow für Abibou. 2019 durften wir hierzu über 350 Besucher begrüßen und zusammen einen Abend im Zeichen unseres Patenkindes feiern.

Aber auch interne Qualifizierung und Fortbildung sind ein wichtiger Baustein unserer Arbeit. Dazu besuchen wir regelmäßig Veranstaltungen des Netzwerks "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" in Stuttgart, Berlin und anderswo oder diskutieren in unseren Sitzungen über Antisemitismus, Rechtsextremismus, die AfD oder Homophobie.

Im zweiten Halbjahr war ein großes Schulprojekt „Wir zeigen COURAGE – am ASG“ geplant, bei dem jede Klasse ein eigenes kleines Projekt organisieren sollte mit dem Ziel Courage zu zeigen. Unsere AG-Mitglieder waren bereits durch alle Klassen gegangen, hatten das Projekt vorgestellt und sich als Ansprechpersonen vorgestellt. Die ersten Ideen kamen aus den Klassen bereits gesprudelt und ganz viel Engagement brodelte in der Luft. Und dann kam Corona…

Corona stellt uns vor Herausforderungen, aber beendet nicht unser Engagement und unsere Arbeit. Im Netz per Videostream trifft sich die courAGe weiterhin, bis wir uns wieder von Angesicht zu Angesicht im Erdkunderaum treffen können.

Wer mitmachen will, kann sich an Carolin Kaltwasser, Leon Stoll oder Helen Moos aus der K1, Hannah Fechter aus der 11a oder Herrn Sefrin oder Herrn Roß im Lehrerzimmer wenden. Wir freuen uns immer auf Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Bleibt gesund und achtsam gegen Fremdenhass, Rassismus und Intoleranz. Zeigt Courage!

Franz Sefrin und Johannes Roß, August 2020