Erasmus+  Akreditierung bis 2027 gefördert

Große Freude am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium (ASG): Die Schule hat nach einer erfolgreichen Ausschreibungsrunde die Akkreditierung für das neue „Erasmus+ Programm“ erhalten. Von 2021 bis 2027 gibt es nun für alle Schülerinnen und Schüler oder auch Klassen die Möglichkeit, einfach und unkompliziert europäische Austausche zu initiieren, neue Partnerschaften zu schließen sowie finanzielle Unterstützung und organisatorische Hilfe zu bekommen. Mit EU-Fördermitteln werden dann die sogenannten „Mobilitäten“ finanziert, wie zum Beispiel Schüleraustausch, Fortbildungen im Ausland oder Begegnungen mit Partnerschulen. „Wenn eine Einrichtung die Akkreditierung erlangt hat, die wie eine Mitgliedschaft bei `Erasmus+` zu sehen ist, kann sie im weiteren Verlauf des Programms in einem vereinfachten Verfahrenjährlich Mittel für europäische Begegnungen beantragen“, informiert Lehrerin Maria Pia Panunzio, die gemeinsam mit Kollegin Margitta Bönisch am ASG bereits Erfahrungen in den bisherigen europaweiten Projekten mit anderen Schulen sammeln durfte. Wie die RNZ erfuhr, ist Panunzio seit kurzem durch ihr jahrelanges Engagement und Fortbildungen zu einer von insgesamt vier Erasmus-Mentorinnen in Baden-Württemberg ernannt worden. 

Im Zentrum der Akkreditierung steht ein Erasmusplan, in dem die interessierten Einrichtungen ihre Entwicklungsziele in Bezug auf die Ziele des „Erasmus+“ Programms formulieren. Die mehrjährige Gültigkeit der Akkreditierung sei eine große Erleichterung, nicht nur für die vereinfachten Anträge, sondern vor allem für alle Schüler oder Projektideen von Lehrern, die fächerübergreifend sein können. Neben den bereits bekannten Schüler- oder Gruppenaustausche werden auch individuelle Schüleraustausche oder Schüler-Praktika ermöglicht. „Für Lehrer gibt es Förderungen für Hospitationen, Unterricht an Partnerschulen oder Fortbildungskurse“, ergänzt Panunzio. Zusätzlich können Experten eingeladen werden, und vor den Austauschen finden vorbereitende Besuche statt. „Wir sind immer sehr auf den westeuropäischen Raum mit unseren bisherigen Projekten fokussiert gewesen. Aber wir haben viele Anfragen von osteuropäischen Ländern“, sagt Bönisch. Auch wenn sich in der aktuellen Pandemie-Lage Schüleraustausch und Erlebnisse im europäischen Ausland eher befremdlich anhören, so freut sich ASG-Schulleiter Harald Frommknecht über diese besondere Akkreditierung, die einen finanziellen Spielraum ermöglicht und den „wichtigen Austausch von Jugendlichen in Europa“ unterstützt. „Von diesen Fördermitteln profitiert wirklich jeder Schüler an unserem Gymnasium, der Interesse an Auslandsaufenthalten hat.“ Die Art und Weise des Austauschs sei schon besonders, auch für die Schüler, wissen Panunzio und Bönisch aus ihren Erfahrungen. „Das ist nicht nur das gegenseitige Besuchen, das Kennenlernen von Sprache und Kultur, sondern in internationalen Teams wirklich gemeinsam aktuelle Fragestellungen und Projekte zu bearbeiten.“ Das Lehrerteam und der Rektor hoffen darauf, nach Ende der Pandemie Europa und die europäische Idee für die Schüler wieder erlebbar machen zu können.

Von Berthold Jürriens (mit freundlicher Genehmigung der RNZ)