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Bild mit Italien. Gästen

Auf den Spuren der Staufer und der europäischen Identität - Besuch von italien. Gästen am ASG

Erfolgreiches Projekt im Rahmen des Erasmus+ - Programms mit italienische Gästen am ASG Neckarbischofsheim

Von Berthold Jürriens

Neckarbischofsheim. (bju) Es war eine geschichtsträchtige Woche für die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler, die sich im Rahmen des Projekts des „Erasmus+ - Programms“ mit dem Thema „Kaiser Friedrich ll. von Hohenstaufen - Eine multikulturelle Brücke zwischen dem 13. und 21. Jahrhundert“ beschäftigten. Nach dem Italienaufenthalt der Schüler vom Adolf-Schmitthenner-Gymnasium (ASG) im April (die RNZ hatte berichtet) waren nun 25 Jugendliche aus der Schule „Liceo Classico Umberto I“  aus Palermo und der in Putigano ansässigen Bildungsanstalt  „IISS Majorana-Laterza” für eine Woche zu Gast in der Brunnenregion.

Diese war Ausgangspunkt für zahlreiche historische Ausflüge nach Heidelberg, Bad Wimpfen, Speyer und den Sinsheimer Steinsberg. Zwischen Altstadt und Weihnachtsmarkt gab es viele „Staufer-Spuren“ zu entdecken, die das bereits gewonnene Wissen aus Italien vervollständigten und somit das Bewusstsein der Schüler für die Bedeutung des kulturellen Erbe Europas und der gemeinsamen Identität schärften. Neben den Besichtigungen der historischen Stätten und des Archivs in Heidelberg, wo unter anderem eine Pergamentrolle und ein Diplom vom Papst Bonifacius VIII. gesichtet werden konnte, hatten die verantwortlichen Lehrerinnen Maria Pia Panunzio und Margitta Bönisch hochkarätige Dozenten ans Gymnasium eingeladen, mit denen Workshops abgehalten wurden. Professor Mathias Herweg, Leiter der Abteilung Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung an der Uni in Karlsruhe, präsentierte mit seiner Mitarbeiterin Nicole Runge die Entstehung der Schrift und diverser Schreibmaterialien. Die Schrift "minuscola carolingia", die in zwei Dokumenten Friedrichs II. zu sehen sind, wurde mit Federn auf Papier geübt. Mit viel Spaß und Interesse formten die Schüler auch das Siegel Friedrichs II. aus Salzteig. Auch die von Herweg mitgebrachte Schafshaut zur Pergamentherstellung sorgte für Neugier.

Professor Dr. Tobias Bulang vom Germanistischen Seminar der Uni Heidelberg ließ das Mittelalter mit der „Codex Manesse“ lebendig werden. Das Faksimile der „Großen Heidelberger Liederhandschrift“ hat zwar nicht den Wert des Originals, aber machte mächtig Eindruck, so dass die Schüler die Miniaturen des Codex nachmalen wollten. „Es war schön zu sehen, dass die Schüler alle aktiv, interessiert und sichtlich mit Spaß an den Workshops teilgenommen haben“, freuten sich Panunzio und Bönisch sowie ihre italienischen Kollegen und Kolleginnen.

Weiterer Höhepunkt war das Rittermahl auf der Burg Steinsberg, zu das der Rotary Club Sinsheim die Lehrer und Schüler eingeladen hatte. Zuvor hatte Dr. Ludwig Hildebrandt die Bedeutung der mittelalterliche Höhenburg, die als „Denkmal staufischer Prachtentfaltung“ gilt, in einer Führung in den Mittelpunkt gestellt. Bürgermeisterin Tanja Grether und ASG-Schulleiter Harald Frommknecht hatten bereits zu Beginn des Aufenthalts die Gäste in einem offiziellen Empfang begrüßt. „Wir sind stolz, dass dieses Erasmus+ Programm bei uns am Gymnasium so engagiert umgesetzt wird“, meinte BM Grether. Das dass ASG bei seiner ersten Teilnahme an dem europäischen Programm gleich als koordinierende Schule fungiert, sei ebenfalls außergewöhnlich. „Und das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern“, ergänzte Frommknecht, der sich vor allem bei seinen beiden Lehrkräften für ihr hohes Engagement bedankte. Von der Europäischen Union erhielt die Schule für dieses Projekt Fördermittel in Höhe von rund 31000 Euro.

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