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"Erlebe IT" - Workshop am ASG Neckarbischofsheim



Von Berthold Jürriens
Neckarbischofsheim. (bju) „Das war richtig super heute. Auch die Talkshow über eine fiktive `SchoolWatch` haben die Schülerinnen und Schüler klasse vorbereitet und durchgeführt.“ Michael Zeisberger, Workshop-Leiter von „erlebe IT“, ist voll des Lobes für die Zehntklässler am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium. Der kritische Umgang mit digitalen Medien, die Nutzung von sozialen Diensten und Online-Diensten und der dazugehörige Schutz der Privatsphäre beschäftigten einen Vormittag lang die Jugendlichen. „Dieser Workshop leistet einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz“, ist sich Lehrerin Daniela Emrich sicher, die viele positive Rückmeldungen von den Zehntklässlern erhalten hat. Zu Gast war auch Dr. Jens Brandenburg. Der FDP-Bundestagsabgeordnete ist der Schirmherr des Projekts „erlebe IT“ und hat sich als Bildungspolitiker für die Stärkung digitaler Kompetenzen beim Umgang mit Smartphones oder Tablets eingesetzt. Zuvor haben die Schüler über den Umgang mit digitalen Medien diskutiert und eigene Nutzungsgewohnheiten reflektiert. Fragen wie „Was ist Big Data?“, „Welchen Einfluss hat das Datensammeln im Internet auf mein eigenes Leben?“ wurden beantwortet und sperrige Begriffe wie Datensicherheit und Urheberrecht wurden durch gemeinsames Arbeiten mit Leben erfüllt. Im Gespräch mit Brandenburg berichteten die Jugendlichen über ihre Medienerfahrung und kritisierten dabei auch die mangelnden Kenntnisse einiger Pädagogen. „Also ein HDMI-Kabel sollte man schon in einen HDMI-Anschluss stecken können“, sagte ein Schüler. Die Grundkenntnisse seien auf jeden Fall ausbaufähig, auch weil die Nutzung von Tablets oder das Internet während des Unterrichts selbstverständlich sein sollte. Und Bücher? Die sollten weiterhin ab und zu benutzt werden, aber „aktuell passt das Mathebuch nicht zum Thema.“ Einige Lehrbücher seien schon mal aus dem Jahr 2010. „Wir können heutzutage auf viele aktuelle Daten zurückgreifen. Mit den Zahlen sollten wir dann auch arbeiten“, forderte ein Schüler. Brandenburg bedankte sich für die offenen Worte und positionierte sich nochmals zur Digitalisierung in den Schulen. Notwendiges Hintergrundwissen, wie es derartige Workshops vermitteln würden, sei wichtig für die Unterstützung und Aufklärung. Auch die Fördergelder des Digitalpakts kamen zur Sprache, die eventuell auch dafür sorgen könnten, dass der bisher einzige Klassensatz an Tablets an der großen Schule eine Erweiterung erfährt.

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