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Europäisches Miteinander durch Schulprojekt

Erasmus+ Projekt führte ASG-Schüler nach Apulien zur Geschichte Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

Von Berthold Jürriens

Neckarbischofsheim. (bju) Sie sind schon jetzt infiziert von „la dolce vita“, der italienischen Lebensart. Die Rede ist von den Schülerinnen und Schülern der zehnten Klasse des Adolf-Schmitthenner-Gymnasiums, die eine besonders erlebnisreiche Woche in Putignano erleben durften. Im Rahmen des zweijährigen Projekts „Kaiser Friedrich ll. von Hohenstaufen - Eine multikulturelle Brücke zwischen dem 13. und 21. Jahrhundert“, für das die ASG-Lehrerinnen Maria Pia Panunzio und Margitta Bönisch mit der sizilianischen Schule „Liceo Classico Umberto I“  aus Palermo und der in Putigano ansässigen Bildungsanstalt  „IISS Majorana-Laterza” in der Region Apulien die Europäische Union überzeugt hatten (die RNZ berichtete), waren die Jugendlichen im südlichen Nachbarland.

„In Putignano stand vor allem das Studium von Friedrichs Bauten und die mathematischen und magischen Verhältnisse der mittelalterlichen Welt, auch im Hinblick auf den Einfluss verschiedener Kulturen im Vordergrund“, erzählt Panunzio. Die Erasmus+ Fördergelder in Höhe von 31.000 Euro dienen dazu, dass sich diese europäischen Schulen mit einem bestimmten Thema aus ganz verschiedenen Perspektiven befassen und junge Menschen wieder für Europa begeistern und ihnen interkulturelle Begegnungen ermöglichen sollen. Und mit dem Kaiser Friedrich II. hat man zahlreiche Schnittpunkte feststellen können. In der Stadt Altamura nahmen die Schüler in entsprechender Kostümierung an dem mittelalterliche Fest „Federicus“ teil, besuchten außerdem in Trani die Kathedrale und die Friedrichs-Burg sowie das bekannte Castel del Monte, das 60 Kilometer von Bari entfernt Bauelemente unterschiedlicher Stile, Traditionen und Epochen vereint. Überrascht wurden sie mit selbst entworfenen T-Shirts zum Erasmus+-Projekt der italienischen Schüler. „Alle Aktivitäten wurden fotografisch, grafisch und in mehrsprachigen Protokollen dokumentiert“, so die Schüler, die aber nicht nur die vorbereiteten Exkursionen zum Thema genossen, sondern eben auch das „süße Leben.“ Neue und tolle Freundschaften seien entstanden, verbesserter Spracherwerb und –Gebrauch sowie gesellige Stunden in Kombination mit historischem Wissen und einem intensiven Kennenlernen italienischer Sitten und Gebräuche standen so ganz nebenbei auf der Tagesordnung. Sehr zur Freude der Lehrerinnen, die sich von dem Aufenthalt und der Zusammenarbeit mit den italienischen Schulen begeistert zeigten. Ein Europa, wie man es sich vorstellt. Und natürlich wurden auch einige „Vorurteile“ bestätigt: Essen ist in Italien mehr als nur Nahrungsaufnahme und gehörte zu den „köstlichen Erfahrungen“ der ASG-Schüler. „Man fühlte sich sofort wie in einer Familie“, lobten sie die Geselligkeit, die zu jedem Zeitpunkt spürbar gewesen sei.

Froh war die Schulleitung um Rektor Harald Frommknecht über eine Spende des Rotary Club Sinsheim. „Mit den 1500 Euro Unterstützung für das Erasmus+ Projekts können mehr Schüler an den Austausch teilnehmen als vorgesehen“, so Panunzio. Das ASG, das in dem interkulturellen Projekt als koordinierende Schule fungiert, erwartet den Gegenbesuch im Dezember und wird dann unter anderem den italienischen Freunde Bad Wimpfen vorstellen – Weihnachtsmarkt inklusive.

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