Chemie am ASG

Der Chemieunterricht beginnt für die Schüler des neunjährigen Gymnasiums in der Klasse 9 und für die des achtjährigen in der 8. Klasse.

In der Mittelstufe ist der Chemieunterricht über drei Jahre als jeweils zweistündiges Fach Pflicht. In dieser Phase werden die theoretischen und praktisch-methodischen Grundlagen für den Unterricht der Oberstufen gelegt, in der die Schüler ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im vierstündigen Neigungsfach bzw. dem zweistündigen Basisfach erweitern und vertiefen können.

Eine sehr gute Darstellung dessen, was das Fach Chemie im Rahmen der gymnasialen Ausbildung der Schülerinnen und Schülern leisten möchte, liefern die Vorbemerkungen im Bildungsplan 2004, die der konkreten Formulierung der Lern- und Bildungsziele vorausgehen.

 

AUFGABEN DES FACHES

Die Chemie untersucht und beschreibt die stoffliche Welt. Sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften, den Aufbau und die Umwandlungen von Stoffen. Damit bietet sie die fachlichen Grundlagen für die Herstellung, die verantwortungsvolle

Anwendung und die sachgerechte Entsorgung von Stoffen.

Der Chemieunterricht soll Einblicke in die Arbeitsweisen und Denkweisen der Chemie geben und darüber hinaus Grundkenntnisse vermitteln, die für das Verständnis von chemischen

Prozessen in Natur, Umwelt, Technik und Alltag unabdingbar sind. Dazu ist eine Verknüpfung des Wissens aus verschiedenen Jahrgangsstufen (vertikale Verknüpfung) mit dem Wissen aus verschiedenen anderen Fächern (horizontale Verknüpfung)notwendig. Somit ist der Chemieunterricht ein wesentliches Element des gesamten naturwissenschaftlichen Unterrichts. Der Chemieunterricht macht deutlich, dass die Erkenntnisse der Chemie eine bedeutende Kulturleistung darstellen. Er schärft das Bewusstsein dafür, dass die Anwendungen chemischer Kenntnisse erheblich zur Lebensqualität und zum

gegenwärtigen Lebensstandard beitragen. Allen zukünftigen Entscheidungsträgern in der Gesellschaft soll so, unabhängig von deren Beruf, fachliche Kompetenz an die Hand gegeben werden, die ihnen bei der Klärung naturwissenschaftlich-technischer Fragen hilft.

 

ERWERB ALLGEMEINER KOMPETENZEN

Im Chemieunterricht wird logisches Denken und Transferdenken erworben und gefördert. Auf dem anspruchsvollen Weg hin zur fachspezifisch korrekten Erklärung der stofflichen Welt

werden Geduld, Genauigkeit, Sorgfalt und Ausdauer weiter entwickelt.

Die Schülerinnen und Schüler suchen und realisieren verschiedene experimentelle Untersuchungswege. Mit der Dokumentation und gemeinsamen Interpretation der dabei gewonnenen Untersuchungsergebnisse lernen sie Fachprobleme vorurteilsfrei zu bewerten und zu diskutieren. Sie erfahren, dass Kooperation eine Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten im Team ist. Bei der Arbeit im Team erwerben sie personale und soziale Kompetenz. Aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen allein lassen sich keine Werte und Normen für das gesellschaftliche Leben ableiten. Deshalb ist für eine verantwortungsvolle Anwendung des chemischen Wissens innerhalb der Gesellschaft die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachrichtungen, anderen gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Betrieben notwendig. An konkreten ökologischen Fragestellungen und entsprechenden

Lösungsstrategien werden Konzepte zu individuellem ökologischem Handeln erarbeitet. Strategien zur Zukunftsgestaltung werden erlernt und führen zum Wissen über nachhaltige

Entwicklung. Neben der fachbezogenen Grundbildung soll der Chemieunterricht den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, besondere Neigungen und Begabungen unter dem Aspekt der weiteren Schullaufbahn und der Berufswahl zu entdecken.