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Aktionstag der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung am ASG für alle 9. Klassen

„Übermut kommt selten gut“

Weltweit sind rund 2,7 Millionen Menschen von einer Querschnittslähmung betroffen. In Deutschland gibt es etwa 2.000 neue Fälle von Querschnittslähmung pro Jahr. Gerade junge Leute, die dieses Schicksal erleiden, sind ihr gesamtes Leben an den Rollstuhl gebunden. Durch Übermut und die Selbstüberschätzung der eigenen körperlichen Fähigkeiten stellen sie eine Hauptzielgruppe des Projekts „no risk – no fun?“ der Deutschen Stiftung Querschnittslähmung (DSQ) dar. Damit Querschnittslähmung möglichst verhindert werden kann, zählt Prävention zu den wichtigsten Maßnahmen. 

Am Mittwoch, den 11. Juli, hat die DSQ ihr Präventionsprojekt zum zweiten Mal am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium in Neckarbischofsheim durchgeführt. Ziel des Projekts ist es zum einen, das Bewusstsein für Risiko und Gefahren zu schärfen, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden, die bis hin zum Leben im Rollstuhl führen können. Zum anderen sollen die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Rollstuhlfahrern sensibilisiert werden. 

Nach einer theoretischen Einführung mit medizinischen Informationen zum Thema Querschnittslähmung durch die Stiftungsvertreter Holger Kranz und Dr. Silvia Wendy durften sich die rund 120 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 16 Jahren selbst in verschiedenen Workshops ausprobieren, um Berührungsängste gegenüber Querschnittsgelähmten abzubauen und den Umgang mit Handicaps im Alltag nachvollziehen zu können. Interessiert gingen die Jugendlichen mit den Themen Rollstuhl und Behinderung um und erlebten, welche Hürden sich einem Rollstuhlfahrer alltäglich in den Weg stellen. Am besten gefielen den Schülerinnen und Schülern die Rollstuhlparcours und das Rollstuhlrugby, bei dem sie sich selbst im Fahren eines Rollstuhls üben konnten. So lautete das Fazit einer Schülerin zu der Frage, was ihr besonders gut gefallen hat, folgendermaßen: „Die Sachen, die wir selbst ausprobieren durften und bei denen man gemerkt hat, wie es für die Menschen mit Einschränkung ist.“

Insgesamt fiel das Feedback der Schülerinnen und Schüler sehr positiv aus, sodass einer Wiederholung dieses gelungenen Präventionsprojekts am Adolf-Schmitthenner-Gymnasium im kommenden Jahr nichts im Wege steht.

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